Späte Antwort reicht nur zu einem Punkt – Heinriet verpasst Befreiungsschlag
SpVgg Heinriet – TSV Cleebronn 1:1 (0:1)
Im Tabellenkeller stand für die SpVgg Heinriet ein enorm wichtiges Spiel an. Gegen den TSV Cleebronn ging es um Punkte, die im weiteren Verlauf der Saison noch entscheidend werden können. Die Ausgangslage war klar: Ein Sieg hätte die Mannschaften enger zusammenrücken lassen, ein Unentschieden wäre enttäuschend – und eine Niederlage hätte einen herben Dämpfer im Abstiegskampf bedeutet.
Entsprechend angespannt begann die Partie. Beide Teams spürten die Bedeutung des Spiels und gingen zunächst kein großes Risiko ein. Das Spiel war ausgeglichen, geprägt von vielen Zweikämpfen und wenigen klaren Aktionen nach vorne. Cleebronn setzte von Beginn an auf eine sehr einfache, aber konsequente Taktik: tief stehen und ausschließlich mit langen Bällen agieren. Heinriet versuchte das Spiel zu machen, biss sich jedoch lange an der defensiven Ordnung der Gäste die Zähne aus. Oft fehlte in den entscheidenden Momenten die nötige Spritzigkeit oder Präzision in Laufwegen und Pässen.
In der 21. Minute nutzte der TSV dann seine erste wirklich nennenswerte Möglichkeit eiskalt aus. Ein langer Ball hebelte die Heinrieter Defensive aus, der Stürmer lief alleine auf das Tor zu und musste den Ball nur noch querlegen, sodass sein Mitspieler zum 0:1 einschieben konnte. Ein bitterer Rückschlag für die Heimelf.
Offensiv kam von Heinriet in der ersten Halbzeit insgesamt zu wenig. Zwar war die Mannschaft bemüht, doch echte Durchschlagskraft fehlte. Ein Abschluss wurde vom Gästetorhüter sicher gehalten, eine weitere gute Gelegenheit landete über dem Tor.
So ging es mit einem knappen Rückstand in die Pause. Die Partie entwickelte sich genau so zäh, wie es im Vorfeld zu erwarten war. Cleebronn nutzte seine größte Chance konsequent, während Heinriet weiterhin nach Lösungen suchte.
Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild. Heinriet übernahm mehr und mehr die Kontrolle über das Spiel und wurde zur klar tonangebenden Mannschaft. Die SpVgg erspielte sich nun auch mehrere gute Torchancen, doch erneut fehlte die letzte Konsequenz im Abschluss. Mit zunehmender Spielzeit erhöhte die Heimelf den Druck immer weiter. Dadurch ergaben sich für Cleebronn zwar vereinzelte Kontermöglichkeiten, wirklich gefährlich wurde es für Heinriet jedoch meist nur nach Eckbällen der Gäste.
In der 83. Minute fiel dann endlich der längst überfällige Ausgleich. Über die linke Seite spielte Heinriet einen Angriff sauber aus, Kevin brachte den Ball scharf in die Mitte und René war zur Stelle, um zum 1:1 einzuschieben. Die Hoffnung auf den späten Siegtreffer lebte wieder.
Doch kurz darauf musste Heinriet einen weiteren Rückschlag hinnehmen. In der 88. Minute zog Daniel an der Mittellinie ein taktisches Foul und sah dafür die Ampelkarte. Die SpVgg musste die letzten Minuten in Unterzahl überstehen.
Kurz vor Schluss bot sich dem TSV tatsächlich noch die Chance auf den Lucky Punch. Nach einer Flanke kam ein Gästespieler aus kurzer Distanz zum Kopfball, doch Kevin reagierte stark und parierte den Ball.
So blieb es am Ende beim 1:1-Unentschieden. Nach einer deutlich stärkeren zweiten Halbzeit hätten sich die Heinrieter eigentlich mehr verdient gehabt. Im Abstiegskampf hilft dieses Ergebnis allerdings nur bedingt weiter – es ist weder Fisch noch Fleisch und bringt nicht die erhoffte Befreiung.
Schon am kommenden Sonntag ging es für die SpVgg weiter: Zuhause gegen den SV Heilbronn am Leinbach wartete die nächste wichtige Partie im Kampf um dringend benötigte Punkte.
Es spielten: Kevin Walleth, Daniel Kreher, Maik Ferreira, Julian Wurst, Sascha Geiwiz, Stefan Schmidt, René Schwab, Kevin Ferreira, Hannes Bußmann, Linus Allgeier, Marcel Müller, Rouven Walz, Niels Freise, Ryan Schäfer, Nick Isinig, Andreas Föll, Christopher Ferreira.